Es ist Kaiser Kangxi (1662-1722) zu verdanken, dass die Manufakturen Chinas erfolgreich längst vergessene Techniken, insbesondere zur Herstellung von Porzellan und Glaswaren nachahmen konnten. Aufgrund seiner Initiative entstand ein "Streben" nach eher "technischer Perfektion", was in nahezu allen Bereichen des Handwerks dazu führte, dass die Waren in großer Stückzahl gefertigt wurden. Ein Qualitätsniveau wie es zur Ming - Zeit hervorgebracht wurde, entstand nur noch im Umfeld des Kaiserhofes. Schränke, Tische, Stühle, Bänke, Kommoden, Truhen und eine Vielzahl an Kleinmöbeln unterschiedlichster Gestaltung, lehnten sich an die Charakteristik der Ming Möbel an. Zur Fertigung wurden zunehmend auch weichere Holzarten wie Ulmen- und Kiefern Holz eingesetzt, um dem immensen Bedarf an "Rohstoff" nachzukommen. Ihre äußere Gestaltung wurde durch Farben und Lacke, Schnitzereien sowie goldenen Zierrat bereichert. Im Gegensatz zur Methode der Fertigung in der Ming-Dynastie, wurden die Möbelstücke verzapft, verkeilt und geleimt, was durch das " Arbeiten" der Hölzer, zu Rissen, Spalten und Verformungen führt und Ihnen eine Charakteristik verleiht, die man geradezu als "typisch" für die Möbel dieser Dynastie bezeichnen darf. Durch ihre robuste Fertigung und eine individuelle praktische Formgebung, sind sie vielseitig verwendbar und lassen sich mit jeder Form von Einrichtungsstil ausgezeichnet kombinieren.

Die Kunstgegenstände und das Kunsthandwerk wurden in dieser Epoche vor allem von der Kulturpolitik des Kaiserhofes und dem Bestreben nach Perfektion beeinflusst. Hochwertige Porzellane, filigrane geschnitzte Figuren, Behältnisse und Gebrauchsgegenstände wurden meist aus harten Edelhölzern gefertigt. Einzigartige Darstellungen von Landschafts-Szenen, Ornamenten, Vasen und Figuren wurden aus Jade und einer Vielzahl an Halbedelsteinen hergestellt. Die Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände ( z.B. Wandtäfelungen), waren von schlichter und äußerst eleganter Formgebung. Darüber hinaus zeichnet sie die hohe handwerkliche Qualität durch die Passgenauigkeit und ausgefallene Befestigungstechnik aus. Aufgrund der angewendeten Dübelkonstruktionen, die nicht verleimt wurden, kann das Holz, meist Huanghuali oder Zitan, auch bei wechselnder Raumfeuchte und schwankenden Temperaturen "Arbeiten", ohne dass die Möbel auffällige Schäden erleiden. Gut erhaltene und vor allem authentische Stücke, erfreuen sich einer großen Nachfrage und kontinuierlichem Wertzuwachs. Insbesondere "Miniaturmöbel", ausgefallene Porzellan Kreationen und Gemälde erzielen im internationalen Kunsthandel Höchstpreise und werden zunehmend als krisensichere Wertanlage betrachtet.

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